Lucy Christopher – Stolen / Ich wünschte, ich könnte dich hassen

Content:

Gemma is kidnapped from the airport of Bangkok and taken to the desert of Australia. Her captor loves Gemma and doesn’t want to hurt her. Will Gemma be able to escape? Will she love him too? At least she writes a letter to him – this book.

Gemma wurde am Flughafen von Bangkok entführt und in die Wüste von Australien gebracht. Ihr Entführer liebt sie und will ihr nichts tun. Wird es ihr gelingen zu entkommen? Wird sie ihn auch lieben? Zumindest schreibt sie ihm einen Brief – dieses Buch.

My opinion:

I wrote this review while reading the book. So you can witness how I felt.

The style, this book is written in, takes getting used to it. Gemma writes a letter to her kidnapper and directly adresses him. Therefore “you” is used instead of “him”, which especially at the beginning is kind of strange. She describes exactly what he did. But not only the repeating “you” bothered me. It was a sequence of single sentences, that describe what Gemma does, experiences and thinks. Although she should be panicked and have a lot of confused thoughts and feeling, the description is rather emotionless. The reader can’t feel her fear, her feelings. Especially in the case of such a book this should be possible as this makes the difference to other stories.

The style of narrating is evidence for the fact that Gemma will have enough time to write this letter in lenght of a book. Thus you know that she can’t die right after being kidnapped. That’s one thing… First I thought this means she will survive. That bothered me a lot as I don’t like foreseeable stories. But then I had the idea of her committing suicide and writing her suicide note. Well, that made it a bit more exciting. And then: She could get murdered but later on. Of course then the ending wouldn’t be part of the letter, what makes this version a bit unlikely, but the thought jollied me along.

However, at some point – it doesn’t take very long – I got used to the writing style. Unfortunately, the story is soemtimes very boring. Already at the beginning I missed suspense. Gemma made a naive and also arrogant impression on me so that I was not able to develop pity or sympathy for her. I just didn’t care what is going to happen to her. Of course this is rubbish as nobody deserves being kidnapped at the airport. But you know what I mean. In addition to that, she is not the most intelligent girl. During night it is cold in the desert? Nooo, can’t be! And when she should experience fear of death she admires the stars? I guess I wouldn’t have time for it.

I’ve read a lot of positive opinions about the book I can’t really comprehend. Often it is stated that the description of Australia is that awesome that they got itchy feet. Normally I am very prone to itchy feet but in this case I didn’t felt it. Sure, the desert is interesting and at some points I thought it would be nice to see it myself but I don’t agree that the description is very outstanding. But that’s not what the book is about anyway.

But then – starting at about page 250 of 299 – it became more exciting and I wasn’t able to put away the kindle. I was sitting in the train and didn’t want to get out at my station. Why it became that exciting? Well, suddenly I had the feeling that Gemma’s emotions were better expressed. For the first time I noticed that she really has feelings. Additionally there was a twist that brought more speed into the boring story.

It doesnt’ take long to read the last pages. Now I am a bit confused. At the beginning I didn’t like the book a lot, but now after having finished the book I found it quite good (seen as a whole). The problem is that readers may give up too early and never are able to see the whole “work of art”. But even if I say the book is good, I can’t award 5 stars: I missed the suspense and the feelings during the first chapters. It can’t be the whole purpose of the book that you have to struggle through more than the half it to then can say it was worth it.

Briefly about the topic: It is often mentioned that the book is about the stockholm syndrome. For those who don’t know it, this means the process of  the victim developing as sympathy for the committer. I don’t think that this is actually the main topic of the book, but it’s mentioned and is discussed.

Ich habe diese Rezi während dem Lesen geschrieben. Ihr könnt also quasi miterleben, wie es für mich war,  dieses Buch zu lesen.

Die Art, wie das Buch geschrieben ist, ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Gemma schreibt einen Brief an den Entführer und spricht ihn darin direkt an. Dadurch wird statt “er” immer “du” verwendet, was vor allem am Anfang ziemlich seltsam zu lesen ist. Sie beschreibt richtig, was er getan hat. Aber nicht nur das immer wiederkehrende “du” störte mich an der Schreibweise. Es war eine Aneinanderreihung von einzelnen Sätzen, die beschreiben, was Gemma so macht, wahrnimmt und denkt. Dafür, dass sie in Panik sein sollte und folglich eine Unmenge an wirren Gedanken und Gefühlen haben sollte, sind die Beschreibungen ziemlich emotionslos. Der Leser kann ihre Angst, ihre Gefühle nicht spüren. Gerade bei so einem Buch sollte das möglich sein, denn erst das macht es richtig interessant.

Diese Erzählweise deutet natürlich auch sofort daraufhin, dass Gemma genug Zeit haben muss, um diesen Brief in Buchlänge zu schreiben. Man weiß also, dass sie nicht schon direkt nach der Entführung getötet werden wird. Das ist wieder so eine Sache… Zuerst dachte ich, das bedeutet, sie wird überleben. Das hat mich natürlich wieder genervt, denn ich mag es ja überhaupt nicht, wenn etwas vorhersehbar ist. Dann aber kam mir der Gedanke, sie könnte Selbstmord begehen und das ist ihr Abschiedsbrief. Es wurde schon ein bisschen interessanter. Und dann: Sie könnte ermordet werden, aber zu einem späteren Zeitpunkt. Das Ende wäre dann natürlich nicht mehr in Briefform, was das Ganze wieder unwahrscheinlich macht, aber der Gedanke hielt mich zumindest kurz bei Laune.

Nun gut, irgendwann – es dauert nicht besonders lang – gewöhnt man sich auch an die Erzählform. Aber leider ist die Geschichte teilweise einfach langweilig geschrieben. Schon am Anfang des Buches fehlte mir die Spannung. Gemma wirkte auf mich einerseits naiv, andererseits arrogant und so konnte ich kein Mitleid fühlen und auch keine Sympathie entwickeln. Daher war mir irgendwie egal, was mit ihr passiert. Das ist natürlich absoluter Blödsinn, denn niemand hat es verdient, auf einem Flughafen entführt zu werden. Aber ihr wisst schon, was ich meine. Die Intelligenteste ist sie auch gerade nicht. In der Wüste kann es in der Nacht kalt werden? Ach nein, was? Und wenn sie eigentlich gerade Todesängste durchstehen sollte, schaut sie sich die Sterne an? Also ich weiß ja nicht, aber dafür hätte ich wohl gerade keine Zeit.

Ich habe sehr viele sehr positive Meinungen zu dem Buch gelesen, die ich so nicht ganz nachvollziehen kann. Oft wird erwähnt, wie toll die Beschreibung Australiens wäre und dass das sofort Fernweh auslöse. Was Fernweh angeht, bin ich normalerweise sehr anfällig. Aber hier hat das bei mir gar nichts bewirkt. Klar, die Wüste hat schon ihren Reiz und manchmal habe ich mir auch gedacht, das würde ich gerne mal sehen und selber entdecken, aber so toll fand ich die Ortsbeschreibungen dann auch nicht. Darum geht es in dem Buch aber auch nicht.

Aber dann – so ca. ab Seite 250 von 299- wurde es doch spannend und ich konnte den kindle nicht mehr weglegen. Ich war gerade im Zug und wollte einfach nicht aussteigen. Warum wurde es spannend? Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass Gemmas Emotionen besser zum Ausdruck gebracht werden. Zum ersten Mal merkte ich, dass sie wirklich etwas fühlt. Dazu kam eine spannende Wendung, die ein bisschen Fahrt in die sonst eher langsam voranschreitende Geschichte brachte.

Die letzten Seiten hat man dann ziemlich schnell durch. Und jetzt bin ich etwas verwirrt. Anfangs mochte ich das Buch ja nicht so, aber im Nachhinein betrachtet war es als Ganzes gesehen doch ganz gut, wenn nicht sogar sehr gut. Das Problem ist nur, dass viele Leser schon am Anfang aufgeben könnten und niemals das ganze “Kunststück” betrachten können. Auch wenn ich jetzt sage, das Buch ist gut und es zeigt nun einmal die Entwicklung Gemmas, kann ich keine 5 Sterne vergeben: Dazu fehlt mir in den ersten Kapiteln noch immer die Spannung und das Gefühl. Es kann ja nicht Sinn und Zweck der Sache sein, dass man sich durch mehr als die Hälfte des Buches durchquälen muss, um dann im Nachhinein sagen zu können, ja das war es wert.

Nun noch kurz zum Thema des Buches: Oft wird erwähnt, dass es um das Stockholm Syndrom geht. Für die, die es nicht wissen, damit ist der psychische Prozess gemeint, wenn sich das Opfer in den Täter verliebt bzw. nicht mehr schlecht von ihm denkt. Ich denke eigentlich nicht, dass das hier das Hauptthema ist, aber es wird auf jeden Fall erwähnt und auch besprochen.

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